An den Vorsitzenden des Ausschusses
für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung
Herrn Marcus Tillmann
Lüdenscheid, 12.07.2018
Sehr geehrter Herr Tillmann,
für die kommende Sitzung des Ausschusses für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung bitten wir um Aufnahme des Tagesordnungspunktes
Müllvermeidung im Kreishaus und anderen kreisangehörigen Gebäude
Zu diesem Tagesordnungspunkt bitten wir über folgenden Antrag beraten und abstimmen zu lassen:
Antrag:
Die Verwaltung wird beauftragt zu veranlassen, dass in allen kreisangehörigen Gebäuden auf den Gebrauch von Coffee-to-go-Becher verzichtet wird.
Begründung:
Bereits 2015 hatten Auszubildende der Kreisverwaltung die Idee, im Casino im Lüdenscheider Kreishaus wie-derverwendbare Thermobecher anzubieten. Ein entsprechender Becher wurde durch SchülerInnen des Berufs-kollegs Iserlohn entworfen und fand rasanten Absatz.
Hintergrund war die Erkenntnis, dass der Kaffee aus Einwegbechern fatale Folgen für die Umwelt hat. Zur Ver-deutlichung:
In Deutschland werden 2,8 Milliarden Einwegbecher im Jahr verbraucht. Nach kurzem Gebrauch landen sie im Müll. Aufgrund der isolierten Kunststoffbeschichtung können sie nicht wie normales Papier recycelt werden und belasten so die Umwelt massiv.
Allein für die Herstellung der Becher entstehen 83 000 Tonnen CO²- Emissionen. Für die Herstellung der Deckel entstehen noch einmal 28 000 Tonnen CO² Emissionen.
Trotz der engagierten Aktion der Auszubildenden des Märkischen Kreises werden bis heute noch immer Einweg-becher in der Kantine der Kreisverwaltung angeboten.
Selbst der BVB hat aufgrund von 100 000 Unterschriften von Fußballfans beschlossen von Einweg auf Mehr-wegbecher umzusteigen.
Auch das sollte Ansporn sein, eine kreative Lösung zu finden, um in den Gebäuden und Einrichtungen des Mär-kischen Kreises den Verzicht auf Einwegbecher und den Grundsatz der Müllvermeidung mit Leben zu füllen.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Renate Oehmke i.A. Elke Olbrich-Tripp
Fraktionsvorsitzende



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Der Kreistag möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, bis zum Haushalt 2027 ein kreisweites Konzept zur besseren Verzahnung bestehender schulischer Unterstützungs- und
Beratungsangebote (u. a. schulpsychologische Beratung, Jugendhilfe, Präventions- und Beratungsstellen) vorzulegen.
Dabei soll insbesondere geprüft werden,
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wie Schulen im ländlichen Raum gleichwertigen Zugang zu Unterstützungsangeboten erhalten.
Die Verwaltung wird beauftragt, mögliche Fördermittel des Landes und Bundes (z. B. Präventions-, Digital- oder Bildungsprogramme) systematisch zu identifizieren und für diese Maßnahmen zu nutzen.
Über die Ergebnisse ist dem Schul- und Sportausschuss zu berichten. Haushaltswirksame Mehrbedarfe sind gesondert darzustellen und bedürfen
eines erneuten politischen Beschlusses.
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