FRIEDEN UND SICHERHEIT IM MÄRKISCHEN KREIS – GEMEINSAM FÜR EINE GERECHTE UND SICHERE ZUKUNFT

Frieden und Sicherheit sind die Grundpfeiler jeder demokratischen Gesellschaft. Für uns Grüne im Märkischen Kreis bedeutet das, dass wir nicht nur für eine sichere und gerechte Zukunft für alle Bürger*innen einstehen, sondern auch für den Schutz der Menschenrechte, den Abbau von Ängsten, insbesondere auch Ängsten, die durch Falschinformation gesät werden, und für die Förderung eines respektvollen Zusammenlebens. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, die auf Integration, Vertrauen und Solidarität basiert und in der jeder Mensch – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Orientierung – sich sicher fühlen und in Frieden leben kann.

Integration und Willkommenskultur – Ein starkes Miteinander

Frieden entsteht nicht nur auf der internationalen Ebene, sondern auch hier vor Ort, durch ein respektvolles und inklusives Zusammenleben. Im Märkischen Kreis wollen wir eine Willkommenskultur leben, die Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer kulturellen Prägung offen und respektvoll begegnet. Integration ist keine Einbahnstraße, sondern ein Prozess, der von beiden Seiten gestaltet werden muss. Wir setzen uns für die Förderung von interkulturellen Begegnungen und die Unterstützung von Geflüchteten und Zugewanderten ein. Menschen die bei uns Schutz gesucht haben sollen nicht an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, sondern in die Stadtgesellschaft integriert werden, um Ghettos und soziale Isolation zu vermeiden.

Sicherheit im Alltag – Vertrauen schaffen und Ängste abbauen

Ein sicheres Umfeld bedeutet nicht nur das Fehlen von Gewalt, sondern auch das Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen. Deshalb nehmen wir die Sorgen der Menschen im Märkischen Kreis ernst. Es geht dabei nicht um eine hohe Polizeipräsenz, sondern um eine ganzheitliche Sicherheitspolitik, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärkt. Dazu gehört die Förderung von belebten Innenstädten, eine lichtfreundliche und ökologische Beleuchtung sowie eine saubere und gepflegte Umgebung. Nur so schaffen wir Orte, an denen sich Menschen wohlfühlen und die ein sicheres Gefühl vermitteln.

Polizei und Ordnungsämter sind ein wichtiger Bestandteil unseres Sicherheitsverständnisses. Deshalb wollen wir diese Institutionen als attraktive Arbeitsplätze stärken und fördern, um gut ausgebildete und erfahrene Kräfte langfristig zu binden. Die Schließung von Wachen muss kritisch hinterfragt und wenn nötig rückgängiggemacht werden. Wir möchten die Präsenz der Ordnungskräfte vor Ort erhöhen, ohne jedoch auf übermäßige Videoüberwachung zurückzugreifen. Stattdessen setzen wir auf direkte Kommunikation und die Präsenz von Beamten auf der Straße, um ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln und Bürger*innen zu ermutigen, sich zu beteiligen.

Stärkung des sozialen Zusammenhalts und Ehrenamts

Frieden und Sicherheit können nur durch starken sozialen Zusammenhalt und die Förderung von Engagement auf allen Ebenen erreicht werden. Streetworker*innen, Ehrenamtliche und soziale Organisationen spielen eine entscheidende Rolle dabei, Menschen zu erreichen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Wir wollen diese Arbeit stärken und sozialer Integration mehr Raum verschaffen. Begegnungsstätten, Arbeitsgemeinschaften und Initiativen zur Förderung des Miteinanders zwischen verschiedenen sozialen, ethnischen und religiösen Gruppen müssen gefördert werden, um den sozialen Zusammenhalt im Märkischen Kreis zu stärken. Das Ehrenamt spielt in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle. Deshalb werden wir die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement verbessern und ehrenamtliche Strukturen fördern, damit sich noch mehr Menschen aktiv für Frieden, Sicherheit und gesellschaftliches Miteinander in unserer Region einsetzen können.

Förderung von Partizipation – Bürger*innen einbeziehen

Ein demokratischer Staat lebt von der Beteiligung seiner Bevölkerung. Deshalb ist es unser Ziel, die Partizipation im Märkischen Kreis zu stärken. Wir möchten, dass die Menschen  verstärkt in politische und gesellschaftliche Prozesse eingebunden werden, sei es durch Bürgerforen, Diskussionen oder Beteiligungsmöglichkeiten in politischen Entscheidungsprozessen. Demokratie lebt vom Austausch und vom Dialog und wir wollen sicherstellen, dass alle Stimmen gehört werden.

Abbau von Diskriminierung und Ausgrenzung von Minderheiten

Frieden und Sicherheit für alle bedeutet auch, dass wir die Rechte und den Schutz von Minderheiten aufgrund von sexueller, kultureller, sozialer Identität ernst nehmen. Wir setzen uns für Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung und Ausgrenzung ein. Wir fordern Maßnahmen, die Austausch, Miteinander und Füreinander fördern, um Zivilcourage und Hilfsbereitschaft weiter auszubilden.Nur wenn alle Menschen die gleichen Rechte und Freiheiten genießen, kann eine Gesellschaft wirklich sicher und friedlich sein.

Schutz vor Cyberkriminalität und Unterstützung für Opfer

In einer zunehmend digitalen Welt ist der Schutz vor Cyberkriminalität ein immer wichtigeres Thema. Wir wollen Anlaufstellen schaffen, an denen Opfer von Cyberkriminalität Unterstützung finden. Neben präventiven Maßnahmen zur Aufklärung über Sicherheitsrisiken im Internet müssen wir auch Opfer von Online-Verbrechen besser betreuen und unterstützen.

Frauenhäuser und Unterstützung für marginalisierte Gruppen

Besonders marginalisierte Gruppen wie Frauen, Kinder und andere benachteiligte Menschen benötigen besonderen Schutz. Wir setzen uns für die Förderung von Frauenhäusern und weiteren Einrichtungen ein, die diesen Menschen Zuflucht bieten und sie vor Gewalt schützen. Diese Schutzräume sind essenziell, um den Betroffenen ein Leben ohne Angst und Gewalt zu ermöglichen.

Gewaltprävention und Angstbewältigung

Frieden und Sicherheit entstehen auch durch Prävention und den Abbau von Ängsten. Dazu gehört, dass wir Konzepte zur Gewaltprävention entwickeln, um Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu lösen. Telefon-Hotlines und Sicherheitsdienste, die rund um die Uhr erreichbar sind, sollen Menschen in unsicheren Momenten Unterstützung bieten. Wir setzen auf eine präventive Sicherheitsarbeit, die nicht nur auf akute Kriminalität reagiert, sondern die Ursachen von Angst und Gewalt bekämpft.

Bevölkerungs- und Katastrophenschutz

Zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes und als Reaktion auf zunehmende Extremwetterereignisse setzen wir uns im Märkischen Kreis für den Ausbau und die Schaffung geeigneter Voraussetzungen ein, um bei Bedarf kurzfristig zivile Schutzräume bereitzustellen. Die Flutkatastrophe von 2021 sowie die wiederholten Hitzewellen der letzten Jahre machen deutlich, wie dringend vorbeugende Maßnahmen nötig sind, um die Menschen in unserer Region zu schützen. Solche Schutzräume sollen beispielsweise bei Hitzewellen als klimatisierte Rückzugsorte dienen, bei Starkregen oder Stürmen kurzfristig Sicherheit bieten und besonders vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Kinder oder Obdachlose unterstützen. Angesichts der steigenden Häufigkeit und Intensität von Extremwetterereignissen – wie Überflutungen, Hitzeperioden und aus den Extremwetterereignissen ggf. resultierenden Stromausfällen – brauchen wir wohnortnahe, barrierefreie und verlässlich zugängliche Rückzugsorte, die im Ernstfall Leben retten können und gleichzeitig den Bürger*innen Sicherheit geben.

Zusammenfassung

Frieden und Sicherheit im Märkischen Kreis sind keine Selbstverständlichkeit – sie müssen aktiv gestaltet werden. Durch die Förderung von Integration, die Schaffung von Partizipationsmöglichkeiten und die Unterstützung von ehrenamtlichem Engagement stärken wir den sozialen Zusammenhalt und schaffen ein sicheres Umfeld für alle. Wir setzen uns für eine gerechte, inklusive und respektvolle Gesellschaft ein, in der Menschen aller Herkunft und Orientierung sicher leben können. Dabei stellen wir uns konsequent gegen Gewalt und Diskriminierung und setzen auf Prävention, statt auf Repression. Nur so können wir ein nachhaltiges und friedliches Zusammenleben im Märkischen Kreis ermöglichen.