Sehr geehrter Herr Landrat Schwarzkopf,
die Kreistagsfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN bittet für die Beratungsfolge Ausschuss für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung / Kreisausschuss / Kreistag am 19.03.2026 um die Aufnahme eines Tagesordnungspunktes Erweiterung des Klimafolgenanpassungskonzeptes. Hierzu stellt die Fraktion den folgenden Antrag:
Der Kreistag möge beschließen:
Erweiterung des Klimafolgenanpassungskonzeptes
Die Kreisverwaltung wird beauftragt, weitere Teilkonzepte für die Klimafolgenanpassung zu entwickeln. Hierbei sind vor allem die Handlungsfelder Gesundheit, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, Land- und Forstwirtschaft sowie Biodiversität zu berücksichtigen. Die Kreisverwaltung erstellt einen Beschlussvorschlag für entsprechende Teilkonzepte, berücksichtigt finanzielle
und personelle Mittel für den Haushalt beziehungsweise Stellenplan und etwaige Fördermittel sowie mögliche Partner. Dazu wird ein Zeitplan aufgestellt, welche Teilkonzepte bis 2030 begonnen, umgesetzt oder sogar vollständig durchgeführt werden können.
Begründung
Im Juni 2021 hat der Ausschuss für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung die Kreisverwaltung beauftragt, ein Klimafolgenanpassungskonzept im Handlungsfeld Wasser zu erarbeiten. Einen Monat später wurden Nordrhein-Westfalen und vor allem auch der Märkische Kreis von einem verheerenden Starkregenereignis heimgesucht. Die Kosten, welche die Katastrophe im Juli 2021
verursacht habt, gehen in die Milliarden. Allein die Wiederaufbauhilfe für betroffene Haushalte und Unternehmen in NRW wurde mit rund 12,3 Milliarden Euro ausgestattet. Somit ist es schon allein aus ökonomischer Sicht sinnvoll, weiter in Klimaschutz und Klimafolgenanpassung zu investieren. Das mittlerweile beschlossene Teilkonzept Wasser verdeutlicht die Folgen des Klimawandels für
den Wasserhaushalt und die Wasserwirtschaft im Märkischen Kreis und zeigt Herrn Landrat Ralf Schwarzkopf Maßnahmen auf. Mit der Starkregengefahrenkarte und einem Frühwarnsystem für Hochwasser sind wichtige Maßnahmen für zukünftige Hochwasser und
Starkregenereignisse umgesetzt oder in der Umsetzung.
Doch hier können wir nicht stehen bleiben: Die Folgen des Klimawandels betreffen nicht nur den Wasserhaushalt und die Wasserwirtschaft. Insgesamt 15 Handlungsfelder hat die Kreisverwaltung für die Klimafolgenanpassung aufgelistet. Nicht alle sind für den Märkischen Kreis von Bedeutung, für einige sind die Städte und Gemeinden zuständig. Mit dem Teilkonzept Wasser ist daher nur ein erster wichtiger Schritt zu einem klimaresilienten Kreis gelegt. Weitere Schritte müssen folgen.
In diesem Sinne bitten wir, hierfür den vorstehenden Beschluss zu fassen.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Marjan Eggers
gez. Paolino Barone
Fraktionsvorsitzende



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