KINDER UND JUGEND IM MÄRKISCHEN KREIS – FÜR EINE GUTE ZUKUNFT

AhlIm Märkischen Kreis wollen wir eine Gesellschaft gestalten, in der Kinder und Jugendliche sicher, gesund und frei aufwachsen können. Jedes Kind hat das Recht auf Schutz, Förderung und Teilhabe – unabhängig von Herkunft, Lebenslage oder individuellen Voraussetzungen.

Kinderschutz, frühkindliche Bildung und die Stärkung junger Menschen stehen deshalb im Zentrum unseres politischen Handelns. Wir setzen uns für Strukturen ein, die Kinder wirksam vor Gewalt schützen, ihre Entwicklung bestmöglich unterstützen und ihnen echte Mitbestimmung ermöglichen. Mit einem Fokus auf Prävention, Beteiligung und verlässliche Angebote schaffen wir die Grundlage für ein gutes Aufwachsen im Märkischen Kreis, denn eine kinderfreundliche Gesellschaft ist die beste Investition in unsere Zukunft.

Kinderschutz & Hilfen zur Erziehung

Wir wollen den Kinderschutz interdisziplinär weiterentwickeln und die Zusammenarbeit mit Schulen, Kitas und dem Gesundheitswesen ausbauen. Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) braucht dafür eine bessere personelle und strukturelle Ausstattung. Hilfen zur Erziehung sollen niedrigschwellig, wohnortnah und passgenau angeboten werden. Pflegefamilien verdienen mehr Unterstützung, Begleitung und Wertschätzung. Auch für Kinder und Jugendliche, die nicht in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen können, braucht es verlässliche Perspektiven – sei es in qualifizierten Pflegeverhältnissen oder in gut ausgestatteten stationären Einrichtungen mit pädagogischer Fachlichkeit und individueller Förderung.

Frühe Hilfen & Familienunterstützung

Die Angebote der Frühen Hilfen wollen wir ausbauen, mit mehr Familienhebammen, Familienpat*innen und wohnortnaher Beratung. Familienzentren sollen kreisweit vernetzt  und weiterentwickelt werden. Auch in ländlichen Regionen müssen mobile und flexible  Unterstützungsangebote zur Verfügung stehen.

Jugendarbeit & Jugendfreiräume

Offene und mobile Jugendarbeit muss gestärkt und dauerhaft abgesichert werden – auch in kleineren Orten. Wir setzen uns für den Erhalt und die Schaffung von Jugendräumen ein, die gemeinsam mit jungen Menschen gestaltet werden. Angebote queerer, interkultureller und inklusiver Jugendarbeit sollen gezielt gefördert werden.

Schulsozialarbeit & Übergänge

Schulsozialarbeit und psychologische Unterstützung soll an allen Schulformen im Kreis verankert und dauerhaft finanziert werden. Wir wollen die Übergänge von der Schule in Ausbildung oder Beruf durch bessere Angebote der Jugendberufshilfe erleichtern. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit freien Trägern, Schulen und Betrieben notwendig.

Inklusive Schulbegleitung

Kinder mit Unterstützungsbedarf müssen verlässlich begleitet werden – nicht nur organisatorisch, sondern mit dem Ziel echter Teilhabe. Wir setzen uns für eine kindgerechte, qualifizierte und verlässliche Schulbegleitung ein. Verfahren sollen entbürokratisiert werden und transparent sein. Die Träger der Schulbegleitung benötigen faire Rahmenbedingungen, um gute Arbeitsverhältnisse zu ermöglichen. Schulbegleitung verstehen wir als Teil einer inklusiven Bildungslandschaft und fordern eine enge Abstimmung zwischen Jugendhilfe, Schule und Eingliederungshilfe.

Inklusive & kultursensible Jugendhilfe

Jugendhilfeangebote müssen inklusiv, barrierefrei und kultursensibel ausgestaltet werden. Wir wollen spezifische Hilfen für junge Menschen mit Behinderung oder psychischen Belastungen stärken und den Zugang zu Angeboten für mehrsprachige und migrantische Familien erleichtern.

Übergänge aus der Jugendhilfe begleiten

Junge Menschen, die in der Jugendhilfe aufgewachsen sind, brauchen auch über das 18. Lebensjahr hinaus verlässliche Unterstützung. Der Übergang ins Erwachsenenleben gelingt nicht von heute auf morgen – insbesondere für Care Leaver, also junge Volljährige aus stationären Einrichtungen oder Pflegefamilien. Wir setzen uns für bedarfsgerechte Anschlussangebote, begleitete Wohnformen und individuelle Hilfeplanung über die Volljährigkeit hinaus ein. Jugendhilfe darf nicht abrupt enden, sondern muss einen stabilen Übergang in ein selbstständiges Leben ermöglichen.

Zusammenarbeit mit freien Trägern stärken

Die freien Träger der Jugendhilfe sind unverzichtbare Partner in der Gestaltung und Umsetzung vielfältiger Angebote im Märkischen Kreis. Wir wollen diese Zusammenarbeit stärken – durch langfristige Kooperationen, verbindliche Beteiligung an Planungsprozessen und faire finanzielle Rahmenbedingungen. Eine starke Jugendhilfe braucht fachlich kompetente und gut ausgestattete Träger, die gemeinsam mit den öffentlichen Jugendhilfeträgern verlässliche Strukturen für Kinder, Jugendliche und Familien schaffen.

Eltern stärken & Familien einbinden

Eine starke Jugendhilfe bezieht Eltern aktiv mit ein. Wir wollen Angebote der Familienbildung ausbauen, niedrigschwellige Beratungsangebote fördern und Eltern als wichtige Partner in der Erziehung ernst nehmen. Die Beteiligung der Eltern an Kitas, Schulen und Jugendhilfeprozessen soll strukturell gestärkt und wertschätzend begleitet werden.

Verlässliche Krisenhilfe für Kinder und Familien

Kinder und Jugendliche in akuten Krisen brauchen sofortige und fachlich qualifizierte Hilfe. Wir setzen uns für rund um die Uhr erreichbare Krisendienste, klare Schutzkonzepte und gut ausgestattete Inobhutnahmeeinrichtungen ein. Auch die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen muss stärker in den Fokus rücken – mit multiprofessionellen Teams und besseren Übergängen in therapeutische Angebote.

Kinderarmut bekämpfen – Teilhabe sichern

Jedes Kind hat ein Recht auf Teilhabe, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Wir wollen im Märkischen Kreis dafür sorgen, dass alle Kinder Zugang zu Freizeit, Kultur, Bildung und gesunder Ernährung erhalten. Dazu gehört auch eine stärkere Inanspruchnahme und Weiterentwicklung des Bildungs- und Teilhabepakets sowie kommunale Unterstützung für armutsbetroffene Familien.

Jugendhilfe im ländlichen Raum stärken

Gute Jugendhilfe darf nicht vom Wohnort abhängen. Gerade im teilweise ländlich geprägten Märkischen Kreis brauchen Kinder, Jugendliche und Familien auch außerhalb der Zentren verlässliche Anlaufstellen. Wir setzen uns für mobile Angebote, aufsuchende Beratung und passgenaue Strukturen vor Ort ein – damit niemand durchs Raster fällt.

Zusammenfassung

Kinder und Jugendliche brauchen Schutz, Unterstützung und echte Perspektiven – unabhängig von Herkunft oder Lebenslage. Im Märkischen Kreis setzen wir uns für eine starke, gerechte und präventiv ausgerichtete Jugendhilfe ein. Mit wohnortnahen Angeboten, inklusiver Schulbegleitung, Frühen Hilfen, aktiver Jugendarbeit und verlässlicher Schulsozialarbeit schaffen wir Strukturen, die junge Menschen stärken und Familien entlasten. Den Übergang ins Erwachsenenleben begleiten wir verantwortungsvoll. Eine gut aufgestellte Jugendhilfe ist für uns eine Investition in die Zukunft und in eine kinderfreundliche und solidarische Gesellschaft.