MOBILITÄT UND VERKEHRSWENDE IM MÄRKISCHEN KREIS – FÜR EINE ZUKUNFTSFÄHIGE, GERECHTE UND NACHHALTIGE VERKEHRSPOLITIK

Mobilität ist das Rückgrat unserer Gesellschaft – sie ermöglicht es den Menschen, am sozialen, kulturellen und beruflichen Leben teilzunehmen. Eine zukunftsfähige Verkehrspolitik muss daher sowohl die ökologischen als auch die sozialen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft berücksichtigen. Der Märkische Kreis hat die Chance, eine echte Verkehrswende zu gestalten, die nicht nur den Klimaschutz voranbringt, sondern auch bezahlbar, barrierefrei und nachhaltig ist.

Wir Grüne setzen uns für eine umfassende Transformation der Mobilität im Märkischen Kreis ein, bei der guter ÖPNV, Radverkehr und innovative Mobilitätslösungen im Mittelpunkt stehen. Unsere Vision ist ein öffentlicher Verkehr, der für alle Menschen zugänglich ist, eine vernetzte Infrastruktur bietet und gleichzeitig die Lebensqualität in unseren Städten und Dörfern verbessert.

Lebensnahe Taktung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)

Ein zentraler Bestandteil unserer Mobilitätspolitik ist ein gut getakteter und gut vernetzter ÖPNV. Wir setzen uns dafür ein, die Verbindungen im ÖPNV im Märkischen Kreis an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen. Dazu gehört eine lebensnahe Taktung von Bussen und Bahnen, die auch in den Randzeiten für Pendler und Freizeitnutzer attraktiv und nutzbar ist. Der ÖPNV muss für alle, egal ob in der Stadt oder auf dem Land, gut erreichbar und verlässlich sein.

49 € Ticket für Schüler – Vergünstigte Mobilität muss bleiben

Die Einführung des 49-Euro-Tickets war ein wegweisender Schritt hin zu einer nachhaltige und gerechten Verkehrspolitik. Wir setzen uns dafür ein, das vergünstigte Ticket für Schülerinnen und Schüler beizubehalten, damit der Zugang zum ÖPNV für junge Menschen bezahlbar bleibt. Mobilität darf keine Frage des Geldbeutels sein – insbesondere nicht für die junge Generation, die in einer umweltfreundlichen und zeitgemäßen Verkehrswelt aufwachsen soll.

Fußgänger bei der Verkehrsplanung mitdenken

In der Verkehrspolitik muss der Mensch zu Fuß in den Mittelpunkt rücken. Wir setzen uns für eine verbesserte Fußgängerinfrastruktur in unseren Städten und Dörfern ein. Dazu gehören sichere Fußwege, Querungsmöglichkeiten an wichtigen Straßen und eine bessere Beleuchtung an Fußgängerübergängen. Bei der Verkehrsplanung muss der Mensch im Mittelpunkt stehen – barrierefrei und sicher.

Vernetzung und Anbindung von Nachbar-Kreisen und Verkehrsverbünden

Die Verkehrsvernetzung über Kreisgrenzen hinweg muss verbessert werden. Wir wollen eine stärkere Anbindung an die angrenzenden Kreise und Verkehrsverbünde schaffen, um Pendlern eine noch komfortablere Nutzung des ÖPNV zu ermöglichen. Dazu gehören neben anderen die Strecken Dortmund-Frankfurt (IC 34), Köln-Kierspe-Lüdenscheid (dauerhafte Erweiterung der RB25 bis Lüdenscheid-Brügge) und Lüdenscheid-Dortmund (RB52). Ein integriertes, flexibles System, das Bus, Bahn, Rad und Carsharing miteinander verbindet, soll den Bürgerinnen und Bürgern einfache und schnelle Mobilität ermöglichen.

Radverkehr stärken – Masterplan Radwege umsetzen

Der Ausbau des Radverkehrs ist ein wesentlicher Baustein der Verkehrswende im Märkischen Kreis. Wir setzen uns für die konsequente Umsetzung des Masterplans Radwege ein und fördern die Schaffung sicherer Radwege für Pendler- und Schüler*innen. Dazu gehört auch die Bereitstellung von gesicherten Parkboxen für Fahrräder an wichtigen Knotenpunkten wie Bahnhöfen und Ortszentren. Die Gemeinden sollen verstärkt in den Ausbau von Radverkehrsinfrastruktur investieren und durch abgestimmte Maßnahmen den Radverkehr fördern.

Car-Sharing und innovative Mobilitätslösungen fördern

Die Förderung von Carsharing-Angeboten ist ein weiterer Schritt hin zu einer nachhaltigen Mobilität. Wir setzen uns dafür ein, dass Carsharing-Angebote im Märkischen Kreis flächendeckend ausgebaut werden, um die Notwendigkeit eines eigenen Fahrzeugs zu verringern und den Menschen zu ermöglichen, ein Leben ohne private Autos zu gestalten.

Zudem fördern wir neue, bedarfsorientierte Mobilitätslösungen wie Rufbusse und Sammeltaxis, die vor allem im ländlichen Raum eine wichtige Ergänzung zum getakteten ÖPNV darstellen werden. Um auch bei besonderen Veranstaltungen oder in den späten Abendstunden Mobilität zu gewährleisten, setzen wir uns für die Einführung von Rufbussen und temporären Buslinien ein. Diese sollen zu später Stunde oder bei besonderen Anlässen, wie Volksfesten, eingesetzt werden, um die Anbindung für alle Menschen sicherzustellen.

Umgestaltung der Innenstädte – Parkplätze raus, mehr Lebensqualität rein

Um unsere Innenstädte lebenswerter zu gestalten und den Verkehr effizienter zu lenken, setzen wir uns dafür ein, den Autoverkehr aus den Stadtzentren zu verlagern. Dies umfasst die  Reduzierung von Parkplätzen in den Innenstädten und die Umgestaltung von Flächen zu Fußgängerzonen, Grünflächen und Aufenthaltsbereichen. So schaffen wir attraktive, saubere und sichere Räume für Alle.

Ausbau der Ruhr-Lenneschiene und Güterverkehr

Die Stärkung der Ruhr-Lenneschiene ist für uns ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren Anbindung des Märkischen Kreises an das regionale und überregionale Verkehrsnetz. Gleichzeitig setzen wir uns für eine nachhaltige Ausweitung des Güterverkehrs auf der Schiene ein. Der Schienentransport von Gütern muss gefördert werden, um die Straßen zu entlasten und die CO₂-Emissionen zu reduzieren.

Barrierefreiheit im ÖPNV – Barrierefreie Bahnhöfe und Haltestellen

Barrierefreiheit ist ein wichtiger Aspekt unserer Verkehrspolitik. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Bahnhöfe und Haltestellen im Märkischen Kreis barrierefrei zugänglich sind. Das umfasst den Umbau von Bahnhöfen, die Installation von Aufzügen und Rampen sowie die Verbesserung der Zugänglichkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen.

Pendlerparkplätze und Sicherheitsgefühl erhöhen

Für Menschen, die regelmäßig pendeln und reisen wollen wir gesicherte Parkplätze an Bahnhöfen und anderen Verkehrsknotenpunkten anbieten. Diese sollen mit modernen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet werden, um ein gutes Gefühl bei der Nutzung zu geben. Zudem setzen wir auf eine gute Beleuchtung und Sicherheitssysteme an Haltestellen sowie in Verkehrsmitteln, um das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu stärken.

Vermeidung von Zersiedelung – Neue Neubaugebiete nachhaltig gestalten

Ein weiteres Ziel unserer Mobilitätspolitik ist es, die Zersiedelung zu verhindern und Neubaugebiete in einer intelligenten und vernetzten Weise zu entwickeln. Neubaugebiete müssen so geplant werden, dass sie gut an den öffentlichen Nahverkehr und die Radinfrastruktur angebunden sind. Durch eine nachhaltige Stadtplanung können wir vermeiden, dass neue Gebiete den Verkehr unnötig in ländliche Regionen verlagern.

Zusammenfassung

Die Verkehrswende im Märkischen Kreis ist notwendig, um eine klimafreundliche, gerechte und lebenswerte Zukunft zu gestalten. Wir Grüne setzen uns für eine nachhaltige Mobilitätspolitik ein, die den Menschen in den Mittelpunkt setzt, den ÖPNV stärkt, den Radverkehr fördert und die Nutzung alternativer Mobilitätslösungen wie Carsharing und Rufbusse vorantreibt. Mit einem gut vernetzten und integrierten Verkehrssystem, das für alle Menschen bezahlbar und barrierefrei ist, wollen wir den Weg in eine umweltfreundliche Zukunft ebnen.