Wir sorgen für gesundes Essen

Wer sich morgens auf die selbstgebackenen Brötchen vom Bäcker freut, wird heute immer öfter enttäuscht: Backwaren stammen häufig aus industriellen Brotfabriken. Immer mehr Lebensmittel werden industriell hergestellt. Damit verschwinden nicht nur viele kleine bäuerliche Betriebe, Metzgereien und Bäckereien, sondern auch die Vielfalt an Lebensmitteln. Durch den hohen Preisdruck landen Produkte oft minderer Qualität zu Dumpingpreisen auf unseren Tellern. Zuletzt gab es Ende Mai einen Aufschrei über den Preis von 1,99 Euro für das 600 Gramm Schweinenackensteak bei Aldi. Wie kann so eine Landwirtschaft funktionieren?

Unterschiede in der Herstellung und der Qualität sind für die Verbraucherinnen und Verbraucher oft kaum zu erkennen. Wenn natürlicher Geschmack immer mehr durch Aromen, Zucker, Salz und Fett ersetzt wird, steigen auch die Risiken für unsere Gesundheit. Ernährungsbedingte Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck nehmen weltweit zu. Heute ist Übergewicht in Deutschland eines der größten Krankheitsrisiken für Kinder. Und wir leisten es uns, elf Millionen Tonnen genießbarer Lebensmittel im Jahr wegzuwerfen.

Deshalb wollen wir eine Politik für gesunde und gute Ernährung: für gutes Essen, Nachhaltigkeit und konsequenten Verbraucherschutz. Wir setzen auf Vielfalt aus der Region, auf Nachhaltigkeit und Geschmack. Wir setzen uns dafür ein, dass Saatgutsorten, alte Haustierrassen und handwerkliche Lebensmittelproduktion erhalten bleiben. Die Nachfrage nach Biolebensmitteln steigt – wir wollen diesen Trend unterstützen. Wir sorgen dafür, dass Bioprodukte aus der Region im Regal zu finden sind und nicht immer mehr Bioimporte. Gutes Essen beginnt für die Kleinsten: Wir wollen, dass alle Kinder gleichermaßen zu ihrem Recht auf gutes Essen kommen. Die Lösung ist eine gesunde und leckere Kindergarten- und Schulverpflegung für alle. In Kita und Schule sollen Kinder auch lernen können, was ihnen gut tut. Wir wollen sie vor aggressivem Marketing für ungesunde Dickmacher schützen. Dass Kinder unerfahren und leichter zu manipulieren sind, darf nicht ausgenutzt werden.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollen wissen, was drin ist: Wir wollen umfassend und verständlich informieren – zum Beispiel über Nährwerte, Herkunft der Lebensmittel und Art der Tierhaltung. Sicherheit geht vor: Bei der Lebensmittelsicherheit setzen wir auf strenge gesetzliche Vorgaben und Kontrollen, beispielsweise für den Einsatz von Antibiotika und Pestiziden ebenso wie für Schadstoffe in der Lebensmittelverpackung. Denn gute Lebensmittel dürfen kein Privileg sein.

Schon gewusst?

Quelle: http://www.gruene.de/programm-2017/a-bis-z/wir-sorgen-fuer-gesundes-essen.html



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